Die Belichtungskorrektur meiner Kameras ist meist aktiv

Die Belichtungskorrektur meiner Kameras ist meist aktiv

Diese Diskussion wird seit dem Boom der Digitalfotografie besonders intensiv geführt.

Ich will mich gar nicht mit den diversen Meinungen und tausend Begründungen beschäftigen, sondern Euch nur fix meine Erfahrungswerte mitteilen.

Außenaufnahmen

Außenaufnahmen bei Tageslicht belichte ich meist ca. 1 Blende unter, damit ich die Strukturen im hellen Himmel erwische. Den Rest ziehe ich nachträglich in Lightroom hoch. Sind die Helligskeitsunterschiede zu hoch für den Dynamikbereich meiner Kamera, schieße ich eine Belichtungsreihe und bastele daraus ein HDR.

Generelle Überbelichtung

Die meisten Digitalkameras belichten mir zu konservativ, so dass ich die Belichtung in Lightroom nachträglich hochziehen müsste. Diesem Umstand trage ich damit Rechnung, dass in meinen Kameras die Belichtungskorrektur generell auf eine drittel bis eine halbe Blende eingestellt ist.

Portraits

Bei Portraits möchte ich vor allem helle Gesichter. Das schmeichelt der Haut. Hier setze ich meine eine Belichtungskorrektur von 1 – 1,5 Blenden ein.

Und sonst so?

Da ich generell im A-Modus (Blendenvorwahl) fotografiere, gehört die Belichtungskorrektur zu meinen Lieblingseinstellungen. Ich versuche die Aufnahmen stets so zu belichten, dass ich die Belichtung nachträglich nicht mehr anpassen muss. Die Frage „Unterbelichtung oder Überbelichtung?“ muss ich also mit:

Ich belichte korrekt – was das gewünschte Ergebnis angeht.
Ich überbelichte – was die Maßstäbe der Kameraautomatiken angeht.

beantworten. Wir macht Ihr das? Ich freue mich über Eure Kommentare! Direkt unter diesem Artikel.

Die beiden Spaßvögel Kai und Lok von Digitalrev.tv haben sich dieses Mal der Frage gewidmet, warum man Festbrennweiten (Prime Lenses) verwenden sollte.

Meine 2 Cents dazu:

  • Die Bildqualität halte ich für ein Scheinargument. Die hochwertigen Zooms sind heute so gut, dass der Qualitätsunterschied in den meisten Fällen in der Praxis keine Rolle spielt. Ausnahmen sind spezielle Fotografie-Genre wie die Architekturfotografie.
  • Der wichtigste Grund, Festbrennweiten zu benutzen ist für mich die Tatsache, dass es automatisch zu besser komponierten Bildern führt. Mit einer Festbrennweite muss man sich seine Perspektiven erlaufen. Und wenn man schon mal dabei ist, denkt man auch über die optimale Schußposition nach. Ein Zoom macht bequem. Egal, wo man gerade steht … zoom … bang … zoom … bang … und auf der Karte landen 10 halbgare Versionen des gleichen Sujets.
  • Die dezente Größe der Festbrennweiten ist immer dann interessant, wenn man diskret unterwegs sein will und die Leute nicht auf seine Kamera aufmerksam machen will. Das Gewicht ist meines Erachtens kein echtes Argument pro Festbrennweite. Denn mehrere Festbrennweiten erreichen schnell das Gewicht eines Zooms.
  • Die Lichtstärke einiger Festbrennweite ist umwerfend. Alles ab Blende 2 ist interessant. Die Möglichkeiten, die lichtstarke Festbrennweiten in Bezug auf Freistellung / Bokeh bieten, begeistern mich immer wieder.

Ich bin sehr gerne mit Festbrennweiten unterwegs. Ich bevorzuge dabei ein 35mm (Vollformat) bzw. 24mm (APS-C).

Objektiv reinigen – Womit?

23 Nov 2013 In: Tipps & Tricks
Hama Lenspen und Giottos Blasebalg

Hama Lenspen und Giottos Blasebalg

Da ich schon mehrfach gefragt wurde, wie ich meine Objektiv reinige – hier kurz und knapp meine unspektakuläre Vorgehensweise:

  • losen Staub puste ich mit dem Blasebalg runter
  • Pusten mit dem Mund hat sich nicht gewährt, dabei landet regelmäßig Sabber auf der Linse
  • alles, was ich mit der Druckluft nicht erwische, versuche ich mit dem Lenspen abzupinseln
  • sehr resistentem Schmutz rücke ich dann mit der Microfaser-Seite des Pens zu Leibe
  • wenn das nicht reicht, wird die Linse vorab angehaucht

Lenspen und Blasebalg bei Amazon

Feuerwerk - klassisch, schlicht und abstrakt

Feuerwerk - klassisch, schlicht und abstrakt

Der 31.12. naht mit großen Schritten und damit auch die Chance, das eine oder andere Feuerwerk zu fotografieren. Ich habe mal ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, die mir beim Fotografieren von Feuerwerken helfen:

Manuelle Belichtung – der automatische Belichtungsmesser ist beim Fotografieren von Feuerwerk wenig hilfreich. Eine manuelle Einstellung von ISO 100, Blende 8 und eine Belichtungszeit von 1-2 Sekunden  sind ein guter Startpunkt für ein weiteres Herantasten an die optimale Belichtung.

Manueller Fokus – so nützlich der Autofokus bei Tageslicht ist, so hilflos wird er durch den Fokusbereich des Objektivs jagen, wenn es dunkel ist. Also: AF aus und manuell auf unendlich fokussieren! Damit hat man auch ein grandios kurze Auslöseverzögerung.

Stativ benutzen – man kann ein Feuerwerk zwar auch aus der Hand fotografieren und damit durchaus sehenswerte, künstlerische Bilder fabrizieren. Wenn man ein Feuerwerk aber sauber mit Umgebung ablichten will, führt um ein Stativ kein Weg herum.

Belichtungszeit – 1-2 Sekunden sind ein guter Start. Man kann die Belichtungszeit aber bis auf 30 Sekunden ausdehnen, um auch längere Himmelsmotive und deren Entstehung einzufangen.

RAW Format – unbedingt das RAW-Format benutzen, um die Belichtung mit großem Spielraum hinterher noch korrigieren zu können.

Standort – Informiert Euch rechtzeitig, wo das Feuerwerk abgefeuert wird. Die üblichen Feuerwerksdauern von 10-15 Minuten erlauben es meist nicht, den Standort nach dem Start noch deutlich zu verändern. Dabei sollte man auch bereits vorab einschätzen, wie sich Schaulustige verhalten. Ein Standort, an dem sich voraussehen lässt, das sich Personen vor die Kamera stellen werden, ist der falsche. Meidet auch die Nähe zu Lichtquellen (Straßenlaternen, Schaufenster, Ampeln).

Bulb – Der Bulb-Modus der Kamera ermöglicht das perfekte Timing. Der Verschluss wird beim Start der Rakete geöffnet, und bleibt so lange geöffnet, bis die Rakete explodiert ist.

Kabelsauslöser – ein Kabelauslöser hilft – besonders in Verbindung mit dem Bulb-Modus – Verwacklungen zu vermeiden.

Bezugspunkte – Besonders eindrucksvoll wirken Feuerwerksaufnahmen, wenn sie Bestandteile der Umgebung (Gebäude, Menschen, Bäume) abbilden und so eine Einordnung des himmlischen Lichtspiels ermöglichen.

Objektiv – ein Standardzoom (30-100 mm) leistet gute Dienste. Auf dem Stativ: Bildstabilisator aus!

Sucher abdecken – der Sucher sollte nach den ersten Testaufnahmen abgedeckt werden, um Streulicht zu vermeiden. Die meisten Kameras haben eine Abdeckung am Kameragurt.

Ideen für Feuerwerksfotos

Noch ein paar Beispielfotos als Inspirationsquelle:

Feuerwerk vor Sonnenuntergang

Feuerwerk vor Sonnenuntergang

Feuerwerk vor Skyline

Feuerwerk vor Skyline

Feuerwerk mit Spiegelung

Feuerwerk mit Spiegelung

Checkliste

Da ich ein alter Bussel bin und fast immer irgendwas vergesse, wenn ich Fotografieren gehe, hier meine fixe Checkliste für das Fotografieren von Feuerwerken:

  • warme Kleidung
  • Taschenlampe
  • Stativ + Stativplatte
  • Kamera, Speicherkarte, Akku
  • ggf. Kabelauslöser
  • Wein, charmante Begleitung

Weitere Tipps?!

Ich bin ganz sicher nicht Dr. all. Wissend. Ich freue mich auf Eure Tipps und Ergänzungen. Ab damit in die Kommentare!