Canon 7D (APS-C), Canon 1DS (Vollformat)

Canon 7D (APS-C), Canon 1DS (Vollformat)

Da ich in den letzten Tagen wiederholt gefragt wurde, welche Digitalkamera man sich als angehender Hobbyfotograf zu Weihnachten schenken lassen soll bzw. verschenken sollte, mal ein paar kurze Gedanken zum Thema.

Zu den kleinen Kompaktknipsen kann ich nichts sagen, weil ich da einfach nicht am Ball bleibe und somit keinen Marktüberblick habe. Für ambitionierte Hobbyfotografen sind diese aber auch eher ungeeignet.

Was entscheidet über ein gutes Bild?

Ich würde mal grob folgende Hitliste von Faktoren aufstellen, die darüber entscheiden, ob ein Bild ein Hingucker oder ein Löschkandidat ist:

  1. Motiv
  2. Komposition
  3. Licht
  4. technische Aufnahmequalität

Nur auf die technische Aufnahmequalität hat die Kamera einen Einfluss. Heutige Kamerasysteme sind so hoch entwickelt, dass die Unterschiede eigentlich nur in Grenzbereichen (schnelle Bewegungen -> Autofokus + Serienbildgeschwindigkeit, wenig Licht -> High ISO Fähigkeit) sichtbar werden.

Objektiv schlägt Kamera

Jenseits dieser Grenzbereiche ist die Güte des Objektivs wichtiger als die Kamera. Oder vereinfacht formuliert: Die Kamera kann nur das aufnehmen, was das Objektiv ihr liefert.

Welcher Hersteller?

Ich würde mich an die beiden historisch etablierten Anbieter halten (Canon + Nikon). Welcher davon besser gefällt, ist Geschmackssache. Wer sich für eine Spiegelreflex entscheidet, entscheidet sich für ein ganzes System. Die Objektive sind untereinander nicht kompatible und wer erstmal für 2000 Euro Objektive gekauft hat, tut sich schwer, den Hersteller zu wechseln.

Welches Modell?

Wer sich für ein Modell entscheiden will, muss sich erstmal zwischen APS-C und Vollformat entscheiden. Zu den Unterschieden habe ich hier schon mal etwas geschrieben.

Für mich ist aber auch immer der Formfaktor entscheidend. Auf Städtereisen, die ich nur mit Handgepäck absolviere, ist mir bspw. ein geringes Gewicht der Kamera wichtig. Und ich greife gerne zu meiner Canon 550D. Wenn ich explizit zum Fotografieren losziehe oder im Studio arbeite, greife ich lieber zur 1Ds.

Bevor man eine Kamera kauft, sollte man die unbedingt ausprobieren. Entweder man borgt sich im Freundeskreis ein vergleichbares Modell oder man pilgert zum lokalen Einzelhandel. Oft kann man dort auch eine Speicherkarte mitnehmen und ein paar Probeaufnahmen machen.

Gebrauches Schnäppchen?

Wer sich noch nicht so sicher ist, ob die Fotografie wirklich das neue Lieblingshobby wird, fährt mit einer günstigen Gebrauchten besser. In Zeiten, in denen die Kamerahersteller jährlich ihre Serien auffrischen, gibt es bei Ebay gebrauchte Kameras sehr günstig. Wenn man ein Set mit Objektiv und Akkus kauft, kann man gleich loslegen.

Ich würde aber nur zur Gebrauchten greifen, wenn die Ersparnis zum aktuellen Modell deutlich (> 60%) ist. Eine aktuelle Kamera mit vielleicht 5-10% Preisnachlass zu kaufen, erscheint mir wenig sinnvoll.

Preis?!

Beim Preis würde ich nicht ans Limit des Machbaren gehen – lieber bei der Kamera sparen und das Geld in Objektive und Zubehör (Stativ, Blitz) investieren. Während Objektive und Zubehör relativ wertstabil sind, ist der Wertverlust bei Kameras aufgrund der Innovationsgeschwindigkeit sehr hoch.

FX – Das Vollformat von Nikon

4 Dez 2013 In: Kameras

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Mit der D800 und D610 hat Nikon zwei interessante Kameras mit Vollformat-Sensor im Programm. Dabei kommen sowohl ambitionierte Hobbyfotografen als auch Profis auf ihre Kosten.

Für mich war der Wechsel auf das Vollformat vor drei Jahren eine Offenbarung. Der im Vergleich zu APS-C Sensoren doppelt so große Lichtsammler bietet vor allem in der kreativen Fotografie entscheidende Vorteile. Der größere Sensor sorgt für:

  • geringere Schärfentiefe bei offener Blende und damit ein deutlich größeres Freistellungspotential
  • Nutzung aller Objektive ohne Crop-Faktor („Brennweitenverlängerung“)
  • rauschärmere Bilder in kritischen Lichtsituationen
  • generell höhere Bildqualität durch die deutlich größeren Sensorpixel
  • höherer Dynamikumfang

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Nikon D800 Technische Daten (Gerücht)

13 Dez 2011 In: Kameras
Nikon D800 - Die Gerüchteküche brodelt

Nikon D800 - Die Gerüchteküche brodelt

Das ist amüsant. Ich wollte eigentlich nicht, dass mein Blog zum Gerüchteportal avanciert. Aber allein die Erwähnung der Nikon D800 in meinem Artikel zur Nikon D4 hat für genug Nachfragen gesorgt, um der D800 einen eigenen Artikel zu spendieren.

Kamera-Gerüchte vs. Realität

Über den Sinn der Gerüchteweitergabe kann man freilich trefflich streiten. Häufig liegt die Gerüchteküche gehörig falsch. So wurde bspw. beim Nachfolger der Canon 1Ds Mark III auf einen Sensor mit einer Auflösung von fast 40 Megapixeln spekuliert. Man sah bereits das digitale Mittelformat attackiert. Und was kam? Die Canon 1Dx – eine schnelle Sportkamera mit High-ISO-Fähigkeit und 18 Megapixeln. Bei einigen Vermutungen lag man jedoch richtig. Die erwartete „Verheiratung“ der 1D- mit der 1Ds-Serie und das Sterben des APS-H-Formats wurden tatsächlich Realität.

Nikon D800 – Technische Daten

Sensor-Auflösung: 36 Megapixel (7.360 x 4.912 Pixel)
Sensor-Format: 36 x 23,9mm FX-Sensor (Vollformat)
Speicherkarten-Format: Compact Flash und SD
Video: Full-HD (1920×1080 Pixel)
Preis: ca. 3.000 Euro
Display: 3 Zoll
Gesichtserkennung
100% Sucher
Verfügbarkeit: Q1/2012

Meine 2 Cent zur Nikon D800: Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass Nikon von einem Modell zum nächsten (D700 -> D800) die Auflösung des Sensors mal so eben verdreifacht. Es würde mich aber freuen, wenn es dennoch passiert. Einfach, weil mich das Ausloten des technisch Machbaren fasziniert. Der Praxiswert dürfte für die meisten Hobbyisten eher gering sein. Die RAW-Files werden gehörig groß (40 MB?) und die Anforderung an den verarbeitenden Rechner steigen.

Für meine persönliche Anschaffungsplanung hat das keine Relevanz. Ich bin mit meiner aktuellen Kombination (Canon G10, Canon 550D, Canon 1Ds Mark II) sehr glücklich. Und da ich meine Fotos primär im Web veröffentliche, hält sich meine Bedarf nach höherer Auflösung in Grenzen. Ich werde vermutlich erst dann upgraden, wenn die Canon 1Ds Mark III gebraucht auf unter 2000 Euro gefallen ist. (via Golem)

Nikon D4 – Technische Daten (Gerücht)

13 Dez 2011 In: Kameras
Nikon D3x (Foto: Nikon)

Nikon D3x (Foto: Nikon)

Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Angeblich plant Nikon eine neue Profikamera mit dem Namen D4.

Nikon D4: Angebliche Technische Daten

  • Sensor / Auflösung: 16,2 Megapixel
  • Lichtempfindlichkeit: ISO 200 – 204.800
  • Sensorgröße: FX (Vollformat 36 x 23,9mm)
  • Serienbildgeschwindigkeit: 11 Bilder / Sekunde
  • Speicherkartenformat: XOD (CF-Nachfolger)
  • eingebauter Ethernet-Anschluss
  • Video: Full-HD (1920×1080 Pixel)
  • Preis: ca. 5000 Euro
  • Erscheinungstermin: Q1/2012

Damit dürfte die Nikon D4 ein direktes Konkurrenzprodukt zur kürzlich vorgestellten Canon 1Dx sein. Kameras, die vor allem auf hohe Serienbildgeschwindigkeit hohe Lichtempfindlichkeit setzen.

Wer jetzt denkt, dass Megapixel-Rennen sei vorbei und der Specs-Krieg werde auf anderem Terrain (ISO, Serienbildgeschwindigkeit) fortgesetzt, wird vermutlich schon bald eines Besseren belehrt. Die Nikon D800, die ebenfalls 2012 erscheint, hat gerüchteweise einen 36 Megapixel-Sensor. Und es ist kaum vorstellbar, dass Canon dem nichts entgegensetzen wird. (via Golem)

Als ich das heute auf dem ersten Blog gelesen habe, habe ich instinktiv aufs Datum geschaut. Nö, heute ist nicht der erste April. Erinnert die Story doch arg an die Invisible Camera des Happyshooting-Machers Chris Marquardt.

Aber so langsam glaube ich, dass da was dran ist.

Nachträglich Fokussieren

Es geht um eine Kamera, die Bilder aufzeichnet, in denen man nachträglich den Schärfepunkt setzen kann. Vorteil: Man kann ohne Verzögerung durch den Fokus drauflos knipsen und nachträglich per Software im aufgenommenen Bild fokussieren. Fehlfokussierte Bilder gehören damit der Vergangenheit an. Weiterlesen »