Weißabgleich

16 Dez 2013 In: Fotografie Lexikon
Varianten einer Aufnahme mit unterschiedlichem Weißabgleich nach der Aufnahme

Varianten einer Aufnahme mit unterschiedlichem Weißabgleich nach der Aufnahme

Licht hat in Abhängigkeit von seiner Quelle eine bestimmte Farbtemperatur. Das fällt normalerweise nicht sonderlich auf, da das menschliche Auge sehr gut darin ist, diesen Effekt zu unterdrücken und das Licht neutral aussehen zu lassen. Bei einer Kamera muss allerdings ein Weißabgleich vorgenommen werden, soll das fertige Bild später keinen Farbstich haben.

In den Zeiten digitaler Fotografie lassen sich viele Probleme umgehen, da ein Weißabgleich heute mit jeder Kamera durchgeführt werden kann, während ihre analogen Vorgänger in Problemsituationen noch mit Folien bestückt werden mussten, um ein neutrales Bild zu bekommen. Weiterlesen »

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Jeder kennt diese Behauptung: Frauen können viele Dinge gleichzeitig erledigten, während Männer beim Versuch des Multitaskings sang- und klanglos untergehen.

Aber ist da überhaupt was dran? Können Männer wirklich im Gewusel nicht den Überblick behalten? LG wollte es ganz genau wissen und hat ein Experiment mit versteckten Kameras gestartet, um der Geschichte auf den Grund zu gehen.

Das Experiment kam zu einem eindeutigen Ergebnis. Irgendwie. Weiterlesen »

Naheinstellgrenze des menschlichen Auges

10 Dez 2013 In: Wissen

 

Beim Objektiv kennt das jeder Fotograf. Wenn man dem Sujet zu nahe kommt, gelingt keine Scharfstellung mehr. Das gleiche „Problem“ hat natürlich auch das menschliche Auge. Ist es in jungen Jahren noch „Macrotauglich“, vergrößert sich die Naheinstellgrenze im Alter. Eine Lesebrille ist für die meisten Menschen die lästige Konsequenz.

Zirka-Daten für die Naheinstellgrenze des menschlichen Auges

5-20 Jahre: 7-10 cm
20-30 Jahre: 10-13 cm
30 – 40 Jahre: 13-20 cm
40 – 50 Jahre: 20-50 cm
50 – 60 Jahre: 50-65 cm
60 – 70 Jahre: 65-72 cm

Canon 7D (APS-C), Canon 1DS (Vollformat)

Canon 7D (APS-C), Canon 1DS (Vollformat)

Da ich in den letzten Tagen wiederholt gefragt wurde, welche Digitalkamera man sich als angehender Hobbyfotograf zu Weihnachten schenken lassen soll bzw. verschenken sollte, mal ein paar kurze Gedanken zum Thema.

Zu den kleinen Kompaktknipsen kann ich nichts sagen, weil ich da einfach nicht am Ball bleibe und somit keinen Marktüberblick habe. Für ambitionierte Hobbyfotografen sind diese aber auch eher ungeeignet.

Was entscheidet über ein gutes Bild?

Ich würde mal grob folgende Hitliste von Faktoren aufstellen, die darüber entscheiden, ob ein Bild ein Hingucker oder ein Löschkandidat ist:

  1. Motiv
  2. Komposition
  3. Licht
  4. technische Aufnahmequalität

Nur auf die technische Aufnahmequalität hat die Kamera einen Einfluss. Heutige Kamerasysteme sind so hoch entwickelt, dass die Unterschiede eigentlich nur in Grenzbereichen (schnelle Bewegungen -> Autofokus + Serienbildgeschwindigkeit, wenig Licht -> High ISO Fähigkeit) sichtbar werden.

Objektiv schlägt Kamera

Jenseits dieser Grenzbereiche ist die Güte des Objektivs wichtiger als die Kamera. Oder vereinfacht formuliert: Die Kamera kann nur das aufnehmen, was das Objektiv ihr liefert.

Welcher Hersteller?

Ich würde mich an die beiden historisch etablierten Anbieter halten (Canon + Nikon). Welcher davon besser gefällt, ist Geschmackssache. Wer sich für eine Spiegelreflex entscheidet, entscheidet sich für ein ganzes System. Die Objektive sind untereinander nicht kompatible und wer erstmal für 2000 Euro Objektive gekauft hat, tut sich schwer, den Hersteller zu wechseln.

Welches Modell?

Wer sich für ein Modell entscheiden will, muss sich erstmal zwischen APS-C und Vollformat entscheiden. Zu den Unterschieden habe ich hier schon mal etwas geschrieben.

Für mich ist aber auch immer der Formfaktor entscheidend. Auf Städtereisen, die ich nur mit Handgepäck absolviere, ist mir bspw. ein geringes Gewicht der Kamera wichtig. Und ich greife gerne zu meiner Canon 550D. Wenn ich explizit zum Fotografieren losziehe oder im Studio arbeite, greife ich lieber zur 1Ds.

Bevor man eine Kamera kauft, sollte man die unbedingt ausprobieren. Entweder man borgt sich im Freundeskreis ein vergleichbares Modell oder man pilgert zum lokalen Einzelhandel. Oft kann man dort auch eine Speicherkarte mitnehmen und ein paar Probeaufnahmen machen.

Gebrauches Schnäppchen?

Wer sich noch nicht so sicher ist, ob die Fotografie wirklich das neue Lieblingshobby wird, fährt mit einer günstigen Gebrauchten besser. In Zeiten, in denen die Kamerahersteller jährlich ihre Serien auffrischen, gibt es bei Ebay gebrauchte Kameras sehr günstig. Wenn man ein Set mit Objektiv und Akkus kauft, kann man gleich loslegen.

Ich würde aber nur zur Gebrauchten greifen, wenn die Ersparnis zum aktuellen Modell deutlich (> 60%) ist. Eine aktuelle Kamera mit vielleicht 5-10% Preisnachlass zu kaufen, erscheint mir wenig sinnvoll.

Preis?!

Beim Preis würde ich nicht ans Limit des Machbaren gehen – lieber bei der Kamera sparen und das Geld in Objektive und Zubehör (Stativ, Blitz) investieren. Während Objektive und Zubehör relativ wertstabil sind, ist der Wertverlust bei Kameras aufgrund der Innovationsgeschwindigkeit sehr hoch.

Das Video zeigt ein paar Infos zum geplanten 55mm Objektiv von Zeiss.

Angeblich stellt die Linse so ziemlich alles in den Schatten, was seit der Erfindung des Dosenbiers auf den Markt gekommen ist.

An Aussagen wie „Mittelformat-Qualität mit Vollformat“ wird sich Zeiss dann aber auch messen lassen müssen. Als Preis werden 4.000 Euro gerüchteweise durch das Netz geschoben.

Hättet Ihr Lust auf so eine Linse?